Warum es besser ist vegan und nicht vegetarisch zu leben

Blog, Lifestyle & Food | 20. Februar 2019

5 Gründe, die dafür sprechen dem Vegetarismus Ade zu sagen

Eine wirklich häufig gestellte Frage von Nicht-Veganern ist, warum man eigentlich vegan leben sollte. Reicht es nicht auch aus, sich vegetarisch zu ernähren? Die Antwort darauf lautet Jein.

Fleischverzicht ist definitiv ein guter Anfang und vor allem für Einsteiger schon ein riesengroßer Schritt in die richtige Richtung. Allerdings müssen wir ehrlich sein: Vegetarismus belastet weiterhin Tier, Mensch und Umwelt. Wir haben für dich fünf Gründe zusammengestellt, die aufzeigen, dass die Entscheidung für eine vegane Lebensweise die beste Entscheidung deines Lebens und der Leben um dich herum sein wird.

1. Tiere leiden und sterben weiterhin in Intensivhaltungen

Natürlich gibt es den Bio-Bauern um die Ecke, der dir Milch und Eier von glücklichen Tieren verspricht. Und wir glauben sogar daran, dass es möglich ist Eier zu konsumieren, für die keine Henne leiden musste. Das ist aber eher die Ausnahme als die Regel.

Die Haltungsbedingungen der Tiere in der Milch- und Eierindustrie sind generell nicht tierfreundlich. Hühner, Kühe, Schafe und Ziegen leben den Großteil ihres Lebens im Stall und müssen aufgrund des hohen Platzmangels zum Teil in ihren eigenen Exkrementen stehen sowie mit schmerzenden Wunden und einem tristen Alltag leben. Euterentzündungen und Rückenleiden sind auf das vielfach höhere Fassungsvermögen der Euter zurückzuführen, welches erst durch die Überzüchtung möglich gemacht wurde.

Außerdem kommen täglich unzählige Tiere ums Leben: Kühe haben im Schnitt eine Lebenserwartung von etwa 20-30 Jahren. Als sogenannte Nutztiere werden sie allerdings nach rund fünf Jahren geschlachtet, da der Milchertrag schwindet und so das Tier nicht mehr rentabel ist.

Nicht anders ergeht es ihren Leidensgenossen: Wenn Hühner nach zirka einem Jahr keine ausreichende Eier-Produktion aufweisen können, ist der Weg zum Schlachthaus nicht mehr weit (6;8;9).

a.     Kühe geben keine Milch ohne Kalb

Kühe geben – wie bei den Menschen auch – erst nach einer Schwangerschaft Milch und werden daher immer wieder künstlich befruchtet.

Schon gewusst? Mit jedem Glas Milch wird die Kalbfleisch-Industrie unterstützt.

Direkt nach der Geburt werden die Kälber von ihrer Mutter getrennt und nach Geschlecht sortiert: Männliche Kälber werden für die Mast verkauft und nach ein paar Monaten direkt geschlachtet, die weibliche Kälbchen werden weggesperrt und für die Milchindustrie herangezüchtet. (8;10)

b.     Jeder Henne steht ein Platz eines DIN-A4-Blattes zu

Damit wir pro Kopf im Schnitt unglaubliche 235 Eiern im Jahr (Stand: 03/2017) konsumieren können, werden Hühner zu “Legemaschinen” gemacht, die fast jeden Tag ein Ei legen. Zum Vergleich: Wildlebende Hühner legen durchschnittlich 60 Eier pro Jahr und können im Gegensatz zu ihren Artgenossen in Gefangenschaft (bis zu drei Jahre) stattliche 50 Jahre alt werden (11).

Die Überzüchtung und der Platzmangel sorgen auch hier dafür, dass man keineswegs von artgerechter Haltung sprechen kann.

2. Intensivtierhaltung trägt zum Welthunger bei

Wusstest du, dass immer noch rund 800 Millionen Menschen weltweit nicht ausreichend mit Lebensmitteln und sauberem Trinkwasser versorgt sind? Das ist erschreckend und muss nicht sein! Jeder Mensch hat theoretisch zirka 2000 m² Ackerfläche für sich zur Verfügung. Es ist also genug für alle da, aber es kommt eben darauf an, wie wir uns ernähren!

Du siehst, die Ressourcenverschwendung geht Hand in Hand mit dem Welthunger. Je mehr Tiere gehalten werden, desto mehr Tierfutter muss angebaut werden. Der Ertrag, den die Tiere bringen, ist in ein Verhältnis von 1 zu 10 zu setzen, im Vergleich zu dem, was an pflanzlichen Kalorien verloren geht. Das bedeutet, dass je mehr tierische Produkte die Menschen essen, desto weniger Nahrung steht der Bevölkerung letztlich zur Verfügung. Anstatt das Soja und Getreide direkt zu verwerten, wird der Großteil an die Tiere aus der Milch- und Eierindustrie verfüttert. Dies ist höchst ineffizient und sorgt dafür, dass Menschen Hunger leiden (6;7).

3. Tierische Produkte belasten weiterhin die Umwelt

Irrtümlicherweise werden vor allem Veganer durch ihren Konsum von sojahaltigen Produkten wie Tofu und Sojadrinks für die Abholzung der Wälder verantwortlich gemacht. Das ist natürlich vollkommener Quatsch! Der Großteil der Soja-Importe, wir sprechen von mehr als 80 Prozent, wird zu eiweißreichen Futtermitteln für die industrielle Tiermast (12).

Aufgrund der immensen Tierhaltung werden außerdem nicht nur Wälder gerodet, es gelangen zusätzlich Pestizide und Gülle ins Trinkwasser und es entsteht ein hoher Verbrauch an Wasser, Getreide sowie fossilen Energien. Dies gilt nicht nur für die Fleisch-, sondern ebenso für die Milch- und Eierindustrie. Wasser- und Ressourcenverschwendung sowie Wasserverschmutzung werden zu einem ernstzunehmenden Thema.

Durch den Umweg der Energie vom Getreide über das Tier in unsere Nahrung wird viel mehr Wasser benötigt. Was in einigen Ländern bereits heute zu einer großen Wasserknappheit führt. Eine vegane Ernährung hilft Unmengen an Wasser einzusparen und leistet einen großen Beitrag, die drohenden Klima- und Umweltkatastrophen doch noch zu verhindern (6;7).

 

4. Milchprodukte können krank machen

In Milch und Milchprodukten sind Stoffe wie Tierprotein, Sexual- und Wachstumshormone, gesättigte Fettsäuren sowie Cholesterin enthalten. Laut China Study von Prof. Dr. Campbell ist die Aufnahme der Substanzen über die Nahrung für den Menschen gesundheitsgefährlich. Milchproteine sind für Diabetes Typ 1 und andere Autoimmunerkrankungen wie beispielsweise Multiple Sklerose mitverantwortlich. Zudem erhöht Milch das Risiko für Osteoporose und es konnten Zusammenhänge mit Herz- und Krebserkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes Typ 2, Allergien, psychischen Erkrankungen sowie Alzheimer und andere Demenzformen festgestellt werden (4;5).

a.     Giftstoffe in tierischen Produkten

Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG) sowie weitere Wissenschaftler haben zum wiederholten Male herausgefunden, dass Milch und Milchprodukte zu den Nahrungsmitteln mit der höchsten Giftstoffbelastung gehören. Mehr als 90% aller Giftstoffe, wie Dioxine und PCBs, sind in tierischen Produkten enthalten. Pflanzliche Produkte weisen hingegen weniger dieser Umweltgifte auf und auch generell ist die Schadstoffbelastung aufgrund der kürzeren Nahrungskette geringer (1;2;3).

b.       Milch hemmt die Eisenaufnahme

Des Weiteren hemmt der Konsum von Milchprodukten die Aufnahme von Eisen aus anderen Nahrungsmitteln. Dabei ist Eisen sehr wichtig für den Körper: Eines der wichtigsten Funktionen ist die Bindung von Sauerstoff in den roten Blutkörperchen. Nimmt der Körper Milchprodukte und damit gesättigte tierliche Fette auf, so wird laut Dr. med. Ernst Walter Henrich die Eisenaufnahme aus anderen Nahrungsmitteln gehemmt (2).

Wir erzählen dir nichts Neues, möchten aber natürlich auch hier die Gelegenheit nutzen dir zu sagen: Es stehen unglaublich viele pflanzliche Milchalternativen wie vegane Hafer-, Soja- oder Mandeldrinks in den Supermarkt- und Drogerieregalen, die sicherlich auch deinen Gaumen erfreuen. Da ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei.

 

5. Vegan leben ist lecker und einfach

Es gibt bereits überall vegane Lebensmittel zu kaufen und auch zuhause hat man meist schon einiges, was sich zum veganen Kochen oder Backen eignet. Viele pflanzliche Gerichte sind zudem fix gezaubert und beinhalten (meist) keine Zutaten, die unberechenbar schnell schlecht werden, wie es bei Eiern und Fisch der Fall ist.

Eine bunte Rezepte-Vielfalt bieten wir dir in unserer gut gefüllten Rezeptdatenbank an. Die passenden Veganz-Produkte findest du in allen teilnehmenden Märkten unserer Partner wie Edeka, Rewe, Globus, Spar, Rossmann, dm, Müller oder auch online bei vekoop oder dem Online-Shop von Netto-Marken-Discount. Mithilfe des Filialfinders wirst du sicherlich auch in deiner Nähe einen Markt mit den veganen Leckereien von Veganz entdecken.

 

 

Wie du siehst ist die vegane der vegetarischen Lebensweise aufgrund von unschlagbaren und nachweislichen Fakten definitiv vorzuziehen.

Die vegane Lebensweise ist absolut nachhaltig und zukunftsweisend. Beeinflusse auch du mit deinem Einkauf die Welt positiv und greife zu pflanzlichen Produkten.

 

Quellen

(1)    Swissveg: Dioxine / PCB: Zu 92% in tierischen Produkten
https://swissveg.ch/giftstoffe

(2)    Swissveg: Vegan oder vegetarisch
https://www.swissveg.ch/node/513

(3)    Umweltbundesamt: Dioxine und dioxinähnliche PCB  in Umwelt und Nahrungsketten https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/378/publikationen/hgp_dioxine_entwurf_25.04.2014_grau-ocker.pdf

(4)    ProVegan: Schockierend für Vegetarier – Studie: Gesundheitsstatus von Vegetariern sehr schlecht
https://www.provegan.info/de/studien/alle-studien/schockierend-fuer-vegetarier-studie-gesundheitstatus-von-vegetariern-sehr-schlecht/

(5)    ProVegan: Milch und Milchprodukte machen krank – kleine Zusammenfassung der gesundheitlichen Schädigungen durch Milchprodukte
https://www.provegan.info/de/studien/studien-milch/milch-und-milchprodukte-machen-krank-kleine-zusammenfassung-der-gesundheitlichen-schaedigungen-d/

(6)    PETA ZWEI: 6 Gründe, vegan zu leben
https://www.petazwei.de/6-gruende-vegan-zu-leben

(7)    PETA: Schützen Sie die Umwelt, leben Sie vegan!
https://www.peta.de/umwelt

(8)    PETA: Hintergrundwissen zum Milchkonsum
https://www.peta.de/milch-hintergrund

(9)    PETA ZWEI: Eier
https://www.petazwei.de/eier

(10) PETA ZWEI: Milch. Was jeder über die Milchindustrie wissen sollte
https://www.petazwei.de/Milch

(11) Focus online: Wie oft legen Hühner Eier? – so schnell geht es
https://praxistipps.focus.de/wie-oft-legen-huehner-eier-so-schnell-geht-es_97802

(12) GEO.de: Ist Tofu schlecht für die Umwelt?
https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/16337-rtkl-ernaehrung-und-nachhaltigkeit-ist-tofu-schlecht-fuer-die-umwelt