Veganer Fleischersatz – von Mythen und Vorurteilen

Blog, Lifestyle & Food | 27. September 2018

Es gibt Fragen und Vorurteile, mit denen sieht man sich als Veganer immer wieder konfrontiert. Wenn man in solchen Situationen die richtigen Fakten parat hat, kann man sein Gegenüber aber sehr schnell von den positiven Seiten einer veganen Ernährung überzeugen und so den ein oder anderen auch zum Nach- und Umdenken anregen.

Veganer essen nur Salat!

Weit gefehlt. Die vegane Ernährung ist mindestens genauso vielfältig wie jede andere Ernährungsweise. Egal ob Fleisch, Fisch, Wurst oder Käse – für alles gibt es heute leckere vegane Ersatzprodukte, die so viel und bunt sind wie das Leben. Wirf doch einmal einen Blick in unsere Rezeptesammlung. Dort findest du schier endlose Anregungen. Wie wäre es zum Beispiel mal mit einem veganen Cheezburger, veganen Fischstäbchen mit Kartoffelsalat oder Bratgriller-Spießen mit Süßkartoffelpommes?

 

Aber wenn du vegan lebst, warum isst du dann Produkte, die wie Fleisch aussehen?

Ganz einfach: wegen des Geschmacks. Viele Veganer geben ihr Schnitzel nicht auf, weil es ihnen nicht schmeckt. Sondern weil sie das mit der Fleisch- und Fischproduktion einhergehende Tierleid nicht mit sich vereinbaren können. Alleine in Deutschland werden täglich 22.000 Tonnen Fleisch produziert (vgl. Statistisches Bundesamt).

Durch den Austausch von tierischen Produkten durch pflanzliche Alternativen hast du es in der Hand diese Zahl künftig zu senken. Wie viele Tierleben genau du durch eine vegane Ernährung rettest, siehst du hier. Ein veganes Schnitzel wegen dem kein Tier sterben musste, schmeckt dann gleich doppelt so gut.

Ist vegan kochen nicht viel zu aufwendig?

Ganz im Gegenteil, die Zubereitung von Fleisch dauert meistens viel länger, da es einige Zeit in Anspruch nimmt, bis es ordentlich durchgebraten ist. Mit unseren Fleisch- und Fischalternativen hingegen ist im Nu eine vegane Mahlzeit gezaubert. Da gelten Ausreden wie „Ich habe aber keine Zeit zum Kochen.“ nicht mehr. Du findest sie ganz einfach online bei vekoop oder auch in ausgewählten Edeka Filialen, bei Spar in Österreich und Slowenien sowie bei Coop in der Schweiz.

Und woher bekommst du dein Protein?

Wer kennt diese Frage nicht? Aber um deine Proteinzufuhr musst du dir als Veganer keine Sorgen machen. Bohnen, Linsen, Nüsse und auch Fleisch- und Fischalternativprodukte liefern eine beachtliche Menge an Eiweiß. Unsere Veganz Bratgriller enthalten mit 22g Protein auf 100g sogar mehr Protein als herkömmliche Bratwürste.

 

Für Soja werden doch die Regenwälder abgeholzt!

Es ist wahr, dass die Regenwälder für die Anpflanzung von Soja nach und nach verschwinden. Dieses Soja wird aber zum allergrößten Teil an Nutztiere verfüttert. Laut FAO wird nur 6% des weltweit angebauten Sojas direkt zu Lebensmitteln wie Tofu, Sojamilch oder Sojasoße verarbeitet (vgl. Dutch Soy Coalition).

Übrigens ist die Abholzung der Regenwälder nicht das einzige ökologische Problem, das durch den Verzehr von Fleisch entsteht. Auch der enorm hohe Verbrauch von Trinkwasser ist nicht zu verachten. Rund 15.000 Liter Wasser werden benötigt um ein Kilo Rindfleisch zu produzieren, davon könnte ein Mensch ein Jahr lang täglich für einige Minuten duschen (vgl. WorldWatch).

Pflanzen haben auch Gefühle!

Das Argument, wenn sonst nichts mehr zieht. Und auch das ist falsch, denn Pflanzen verfügen weder über ein zentrales Nervensystem noch ein Gehirn, weshalb Pflanzen weder Gefühle noch Schmerzen empfinden können.

 

Mit diesem Hintergrundwissen bist du für die nächste Familienfeier bestimmt gewappnet. Bring doch auch gleich ein paar vegane Naschereien für alle mit, denn von leckerer veganer Schokolade lässt sich so mancher überzeugen.

Quellen

DeStatis Statistisches Bundesamt, 2018. Tiere und tierische Erzeugung – Gewerbliche Schlachtungen (Link)
Dutch Soy Coalition, 2014. Soy Barometer 2014 (Link)
Worldwatch, 2004. MEAT – Now it’s not personal (Link)