Vegan auf Reisen – Travel-Tipps von Patrick Bolk

Autor und Blogger, Buchgestalter und Berater von Startups im nachhaltigen Bereich – das ist Patrick Bolk. Wir haben den Mitbegründer des Blogs www.deutschlandistvegan.de zum Interview gebeten.
Ein interessanter Bericht über Vegan auf Reisen, den es sich zu lesen lohnt:

Wie bereitest du dich auf eine lange Reise vor?

Ich recherchiere sehr gerne umfassend vor einer Reise, vor allem online. Viele lassen das ja alles einfach auf sich zukommen. Ich will lieber vorher schon einen Plan haben, damit ich nichts Wichtiges verpasse, oder vor Ort wertvolle Zeit verliere. Aber das kann natürlich auch in Stress ausarten, da hat also vermutlich jeder so seine eigene Taktik. Was die vegane Verpflegung vor Ort angeht, so bin ich dahingehend eher entspannt. Ich schaue lieber vor Ort auf meiner Happy Cow App oder in der Vanilla Bean App, was es in der Nähe zu essen gibt. Aber man bekommt ja auch in nicht-veganen Locations fast immer irgendwas, deswegen mache ich auch keine Wissenschaft daraus. Besondere vegane Highlights möchte ich allerdings auch nicht verpassen.

Was sind diekleinen oder größeren Herausforderungen in Bezug auf veganes Leben in einem fremden Land?

Natürlich vor allem Verständnisprobleme, falls man die Sprache nicht spricht. Hier hilft aber z.B. der Vegan Passport, der die wichtigsten Fragen rund um das Thema Essen in vielen Sprachen präsentiert. Ansonsten hängt das stark davon ab,wie Veganer-freundlich die landestypische Küche ist, und wie gut das Thema verbreitet ist. In Istanbul z.B. wollte man mir auf meinen Hinweis „No cheese, please“ partout mehr Käse draufpacken – einfach, weil die Leute sich nicht vorstellen konnten, warum man freiwillig auf Käse verzichten wollen würde.

In Spanien kommt es durchaus vor, dass Thunfisch oder Hähnchen auf dem vegetarischen Sandwich zu finden sind. Eine Aussage wie „Du isst kein Fleisch? Dann mache ich Hühnchen drauf!“ ist durchaus nicht ungewöhnlich.

In der Türkei und Istanbul habe ich letztlich oft die immer gleichen paar traditionell veganen Speisen gegessen, was schnell langweilig wurde. In Asien hingegen sind soviele Gerichte typischerweise vegan, dass es dort nicht schwierig ist, was zu finden. Was ich immer wieder feststelle, ist, dass wir in Deutschland bei dem Thema schon ziemlich weit sind, sprich hier ist es meist problemlos möglich, irgendwas veganes zu bekommen. In der Großstadt natürlich leichter als auf dem Lande.

Welcher Proviant aus der Heimat darf in deiner Reisetasche auf gar keinen Fall fehlen, wenn du mit Bus, Bahn oder Flugzeug unterwegs bist?

Für unterwegs kaufe ich am liebsten Riegel. Die sind leicht, sättigen und können nicht kaputt gehen und man benötigt kein Besteck. Gerne auch Protein- oder Energiebällchen. Proteinprodukte machen außerdem gut satt. Ich mag es da sehr unkompliziert. Wenn ich mit der Bahn für eine Tagestour unterwegs bin, mache ich mir öfters auch mal Overnight Oats, die ich morgens einfach aus dem Kühlschrank in den Rucksack packe. Ich würde mich aber nicht für eine Reise mit bestimmten Produkten bevorraten, Su-permärkte oder gar Bioläden gibt es ja fast überall – und sogar Veganprodukte findet man inzwischen in vielen Ländern. 😉 Als ich eine Weile in einer Kleinstadt auf Mallorca lebte, habe ich mich gefreut, dass ich um die Ecke Veganz Produkte kaufen konnte.

Welche kulinarischen Neuentdeckungen hast du auf deinen Reisen gemacht, die dir nicht mehr aus dem Kopf gehen?

In Indien habe ich erstmals Dosas gegessen, riesige gefüllte Pfannkuchen, das war eine tolle Entdeckung. Überhaupt habe ich in Indien so einige herrliche Köstlichkeiten gegessen, vom veganen Thali für 40 Cent bis hin zu genialen Currys. Zum Glück kann man aber in Berlin auch gut indisch essen! Manchmal finde ich es ehrlich gesagt schon ein wenig schade, wenn ich landestypische Spezialitäten nicht probieren kann, weil die zumeist nicht vegan sind, aber da mag ich auf keine Ausnahme machen.

Wo findet man deiner Meinung nach den besten veganen Hot Spot?

Grundsätzlich sollte man in den Großstädten dieser Welt überall problemlos interessante vegane Spots finden, aber wenn man auf die Landesküche schaut, so ist Asien insgesamt sehr zu empfehlen. Ansonsten natürlich Berlin ;-).

Meine Top 10 von veganen Hotspots in Barcelona sind übrigens:

  1. Flax & Kale
  2. Teresa Carles
  3. Rasoterra
  4. The living food
  5. Maoz Falafel
  6. Quinoa Bar
  7. La Besneta
  8. Chök
  9. The green spot
  10. Amapola vegan shop

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