Unser Rampen-V-Finale – Überraschung inklusive!

Blog, Lifestyle & Food | 27. Oktober 2015

Gut gelaunt und ohne erkennbare Anspannung kamen unsere zwei Finalisten Konsti und Marcus gestern Mittag im ExtraVeganz Berlin an. Ziel der Übung: Die Veganz Rampen V küren – na dann, ab an die Töpfe!
Nachdem unsere Michèle den Jungs das Motto verraten durfte – Süßes oder Saures – plünderten beide unsere Veganz Filiale im Prenzlauer Berg und begannen mit den Vorbereitungen. Immerhin galt es 23 geladene Gäste zu beindrucken, und zwar nicht nur durch Geschmack, Aussehen und Kreativität der Speisen, sondern ebenso mit dem eigenen Auftreten und Umgang mit den Anwesenden. Beide Jungs arbeiteten routiniert an den Kochinseln, scherzten und versprühten gute Laune. Als 18 Uhr die ersten Gäste eintrudelten, sah die Küche tipptopp aus und die Show konnte beginnen.
Kurzem Smalltalk und miteinander-warm-werden, folgte recht zügig der erste Gang: Marcus ging mit frisch gebackenem Brot, gebratenen Kräutersaitlingen, Rote Beete-Buchweizensalat und Leinsamen-Schaum in die Eröffnungsrunde. Konsti mit geröstetem Kürbis und Bratapfel-Linsensalat mit Granatapfelkernen.

Vorspeisen Rampen-V-Contest 2015

Links: Vorspeise Konsti; Rechts: Vorspeise Marcus

Rampen-V-Contest Hauptspeise

Links: Hauptspeise Konsti; Rechts: Hauptspeise Marcus

Rampen-V-Contest Nachspeise

Links: Nachspeise Konsti; Rechts: Nachspeise Marcus

Ein gelungener Start in den Abend – unverkennbar an den zufriedenen Gesichtern der Gäste abzulesen. Sowohl Marcus als auch Konsti überzeugten dabei nicht nur durch ihr Können am Herd, sondern auch durch ihre sympathische Ausstrahlung: ein Scherz hier, ein verschmitztes Lächeln da – so konnte es gern weitergehen!  Zwischendurch erzählten beide von ihrem Werdegang.
Konsti, der nach einer heftigen Erkrankung erst eine 60-Tage-Saftkur durchzog und schließlich als Veganer eine neue Lebensqualität für sich entdeckte. Mittlerweile betreibt er erfolgreich ein veganes Restaurant in Hamburg: The Vegan Eagle stehe für Soul Food. Dabei strahlen seine Augen, er erzählt von seinen USA Reisen als Inspirationsquelle und dem guten Moment, wenn die Gäste zufrieden nach Hause gehen.
Marcus, der im Familienbetrieb inklusive Bäckerei, Restaurant und Hotel groß wurde und quasi den Kochlöffel im Stubenwagen hatte. Er schwingt selbigen seit über zwölf Jahren professionell als Berater, Kochkursleiter und Caterer im Raum Frankfurt am Main für Freunde der pflanzlichen Küche. Wieviel Leidenschaft für die Küche in seinen Adern brodelt, lässt nicht nur das Messer erahnen, das seinen Unterarm ziert – die Vorlage dafür hat er von seiner Lieblingsklinge, die er zum 16. Geburtstag geschenkt bekommen hat. Den Gästen schienen beide Storys zu gefallen.
Und schwupps, wurde auch schon der Hauptgang serviert. Uns kamen fast die Tränen, so schön war das anzuschauen – #foodporn wäre hier wohl der adäquate Hashtag! Als hätten sich beide abgesprochen, servierte der Hamburger eine Komposition in Gelb mit Süßkartoffel, Röstgemüse und Pilzblätterteigtasche, während Marcus mit einer Auberginen-Rotkohl-Roulade, Herbstgemüse an Grünkohlsauce und Granatapfel-Reduktion einen Traum in Grün servierte.

Genüssliches Schweigen am Tisch und Bestnoten für die Köche. Nach jedem Gang wurden die Gäste gebeten, ihre Bewertung abzugeben. Schließlich sollte am Ende des Abends ja ein Sieger gekürt werden. Doch bisher waren die zwei Jungs beinah gleich auf – blieb abzuwarten, was der finale Gang brachte.
Konstantin, der keinen Hehl darum macht, dass das Dessert der wichtigste Teil eines jeden Menüs für ihn ist und er gern auch einfach nur Nachspeise zubereitet hätte, zauberte, strategisch durchaus clever, aus der neuen Veganz Haselnuss-Crunch Schokolade eine dunkle Mousse und setzte dem eine Zitronencreme gegenüber, hergestellt aus Veganz Zitronenkeksen. Dazu gebratene Feige, Chapeau! Marcus versuchte gleichzuziehen und verarbeitete Veganz Weizengraspulver in einem Rohkost-Avocado-Törtchen, dazu gab es karamellisierte Birne und Pekannuss.

Die Gäste, im Desserthimmel schwelgend, setzten ihre letzten Kreuze auf dem Bewertungsbogen und lehnten sich entspannt zurück. Das große Finale, die Bekanntgabe des Gewinners gehörte unserem Jan – und der Veganz Gründer ging mal wieder den unkonventionellen Weg, welcher nicht nur die Gäste überraschte: Die Punktvergabe kürte den Hamburger Konsti zum Sieger des Duells, knapp, doch eindeutig. Nur statt sich vom Marcus zu verabschieden, sagte Jan kurzerhand beiden Köchen zu, künftig mit ihnen arbeiten zu wollen. Warum? Weil sie beide großartig seien und sehr individuell, es sei viel zu schade, einen ziehen zu lassen und da Veganz im kommenden Jahr viele neue Wege bestreitet, ist ohnehin genügend Platz für zwei.
Wenn das mal kein Happyend ist! Gestern hat wohl keiner unglücklich das ExtraVeganz verlassen – außer vielleicht die zwei Kollegen, die viel zu spät ankamen und das Essen verpasst haben!

Rampen-V-Sieger Konstantin Elser

Rampen-V-Sieger Konstantin Elser

Kommentare

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Eure Kommentare

  1. Antworten

    Sabrina
    1. November 2015

    Am Ende gewinnt immer der Geschmack und da war Konstantin einfach besser! Das Aussehen unterscheidet sich (meiner Meinung nach) nicht wirklich.
    Manchmal ist weniger mehr!

  2. Antworten

    Malte
    28. Oktober 2015

    Wenn ich mir überlege, dass Kreativität und Aussehen zwei der drei "harten" Kriterien waren (über den Geschmack kann ich ja nichts sagen), erstaunt mich, dass nicht Marcus das Rennen gemacht hat. Vielleicht hätten ein paar Profiköche in der Jury ein anderes Bild ergeben.