Unter dem Meer – Die Überfischung und deren Folgen

Blog, Lifestyle & Food | 22. Oktober 2018

Tausche Schnorchel gegen Gabel

Glasklares Wasser, prachtvolle und bunt schillernde Fischschwärme am Riff, eine sich zur Meeresströmung bewegende Pflanzenvielfalt – Bilder, die einem beim Schnorcheln den Atem rauben. Wer eine solche Erfahrung bereits gemacht hat, kennt das unglaubliche Gefühl nur zu gut, wenn farbprächtige Meeresbewohner an einem vorbeiziehen. Das ist schon etwas ganz Besonderes, oder? Gerade im Urlaub lässt man sich gerne auf die atemberaubende Unterwasserwelt ein und von ihren eindrucksvollen Form- und Farbwelten mitreißen.

Und trotz dieser unbeschreiblichen Erfahrung, den überwältigenden Impressionen und Bildern unter Wasser, die voller Leben und Energie stecken, bestellen sich die meisten Menschen abends dann doch ihr Lachssteak mit Zitrone. Für vegetarisch oder vegan lebende Menschen eine unvorstellbare Doppelmoral. Für den fleischessenden Rest ganz normal. Und selbst im Tierschutz erhalten Fische wenig Beachtung. Weshalb setzen wir uns schon seit Jahrzehnten für Haie, Delfine, Wale oder Schildkröten ein und bei Fischen machen wir eine Ausnahme?

Die Antwort: Das Leiden dieser Tiere entzieht sich unserer Wahrnehmung. Ob kulturell betrachtet oder laut Definition des Warenverkehrs der EU – Fisch gilt nicht als Fleisch. Und selbst die sogenannten Pescetarier bezeichnen sich als Vegetarier, die Fisch essen. Diese verzichten zwar auf Geflügel, Rind und andere Tieren, machen aber bei Meerestieren oftmals eine Ausnahme. Viele Menschen sehen es als selbstverständlich Tiere und tierische Produkte zu essen. Sie glauben, dass es auf keiner Entscheidung oder Wahl beruht, sondern vorgegeben ist. Diese Denkweise nennt sich Karnismus. Es ist ein unsichtbares Glaubenssystem, das Menschen darauf konditioniert, manche Tiere zu essen und andere eben nicht.

Fische empfinden keinen Schmerz?

Beim Fischfang werden die Meeresbewohner ruckartig aus der Tiefe an Land oder ans Schiff gezogen. Dabei entsteht ein wechselndes Druckverhältnis, welches dazu führt, dass die Schwimmblasen zerreißen und die Augen aus den Höhlen der Fische treten. An der Oberfläche angekommen, ersticken Fische qualvoll – jedoch stumm und ohne ein Laut von sich zu geben. Anders als bei Rindern, Hühnern oder Schweinen schreien diese Lebenswesen nicht, doch empfinden auch diese Wirbeltiere wie wir Menschen Schmerz, Angst und Stress. Dieses „stille Leiden“ könnte dazu führen, dass wir oftmals nicht dieselbe Empathie verspüren, als wenn wir beispielsweise sehen, wenn ein anderem Tier Schmerzen zugefügt wird.

In der Vergangenheit ging man davon aus, dass Fische wenig intelligente Tiere sind, doch das entspricht nicht der Wahrheit. Sie haben ein gutes Gedächtnis, sind lernfähig und sozial. Fische sind emotionale Wesen und elementare Bestandteile des Ökosystems.

Überfischung, die Folgen des Ökosystems und Beifang

Der einst unerschöpflich erscheinende natürliche Reichtum der Weltmeere ist durch die Überfischung stark gefährdet – eine akute Bedrohung für die Gesundheit der Meere und das Überleben der dort lebenden Tiere. Laut Sea Sheperd gelten 90 % der Fischbestände sind maximal befischt, oder sogar überfischt. Seit den 70er-Jahren sind die weltweiten Fischbestände um 50 % zurückgegangen, ganze Populationen von wichtigen Speisefischen wie Thunfisch, Bonito und Makrele sind völlig kollabiert.

Jährlich werden nach Angaben des VEBU weltweit 80 Millionen Tonnen Fisch und Meerestiere gefangen und getötet. Laut Statista lag im Jahre 2017 der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch von Fisch und Fischereierzeugnissen in Deutschland bei rund 13,5 Kilogramm.

Und obwohl viele Deutsche auf heimische Gewässer zurückgreifen, warnt das Bundesministerium für Bildung und Forschung davor, da auch die Ostsee seit Jahren überfischt ist.

Das hat verehrende Folgen für das Ökosystem, denn Fische spielen eine tragende Rolle im Nahrungsnetz anderer Lebewesen im Meer. Üblicherweise sind die großen Fischarten für den Fang begehrenswert, sollte sich dieser jedoch nicht mehr lohnen, werden jene gefangen die vorher noch die Beute von Meeressäugetieren oder anderer Fischarten waren. Demnach wird das Nahrungsnetz von groß nach klein abgefischt, wodurch sich eine Veränderung des Gleichgewichtes im Ökosystem abzeichnet. Doch nicht nur Fische, sondern auch Meeresvögel, Quallen und Plankton leiden unter der massiven Fischerei. Und auch der Meeresboden und die Lebewesen wie Korallen werden durch die Fischfangnetze zerstört.

Auch der Beifang ist ein erhebliches Problem, denn viele Millionen Meeresbewohner wie Wale oder Delfine landen unbeabsichtigt in den Netzen. Da diese Tiere meistens nicht profitabel für die Fischer sind, werden ca. 40% wieder zurück ins Meer geworfen. Das bedeutet oftmals trotzdem der Tod für sie, denn sie sterben entweder aufgrund der Fangprozedur oder verenden langsam und qualvoll an den damit verbundenen Verletzungen oder Stress. Sea Shepherd vertritt die Ansicht, dass nachhaltiger industrieller Fischfang momentan nicht möglich ist und setzt sich für einen völligen Verzicht des Fischkonsums ein.

Aquakulturen – die bessere Alternative zur Fischerei?

73 Millionen Tonnen Fisch wurde im Jahr 2014 in Aquakulturen gezüchtet.

Für viele Menschen ist es eine gute Alternative zum Wildfang – für andere ist es Massentierhaltung unter Wasser. Aquakultur umfasst die Fischzucht in künstlichen und natürlichen Teichen, in Süß- und in Salzwasser, in Tanks an Land und in Netzen entlang der Küsten und sogar auf Hoher See. Gerade die Fischzucht in Aquafarmen nimmt weltweit stetig zu. Dort werden neben Forellen, Karpfen und Wels auch Lachs, Dorade, Shrimps oder auch Thunfisch gezüchtet. Raubfische wie Lachs oder Thunfisch werden in Aquakulturen häufig mit kommerziell gefangenem Fisch wie Sardellen gefüttert. Diese Futterbeschaffung verschärft wiederum das Problem der Überfischung, da die Nachfrage weltweit besteht.

20% der in der EU verkauften Fische kommen aus Aquakulturen, doch auch sie sind keine geeignetere oder gesündere Alternative.

Diese gezüchteten Fischarten werden mit Antibiotika und Chemikalien gefüttert, um Parasiten, Haut- und Kiemeninfektionen entgegenzuwirken. Krankheiten wie diese, erhöhte Verletzungsgefahr und Stress treten durch die nicht artgerechte Haltungsform auf: Viele Fische, in viel zu engen Käfigen. Die eingesetzten Chemikalien und Antibiotika schaden zusätzlich unserer Umwelt und auch uns Menschen, denn sie verunreinigen unsere Gewässer und können sogar die Entstehung resistenter Bakterienstämme fördern.

Fisch ist gesund?

Neben Omega-3-Fettsäuren gilt Fisch auch als wichtige Proteinquelle. Deshalb raten Gesundheitsexperten und Krankenkassen daher mindestens 1x pro Woche Fisch zu verzehren. Was die meisten jedoch nicht wissen ist, das Fische Schadstoffe wie Mikroplastik im Wasser aufnehmen und in ihren Körpern anreichern. Diese Tatsache sollten die Konsumenten nicht ignorieren.

Laut der Europäischen Kommission stammen 80% der in der EU verkauften Fische aus der Fischerei. Stoffe, die diese Fischarten aufnehmen sind zum Beispiel: Quecksilber, PCB (Polychlorierte Biphenyle), Dioxin, Blei und Arsen. Laut Vebu können diese Stoffe beim Verzehr Gesundheitsprobleme wie Nierenschäden, gestörte geistige Entwicklung, Krebs und sogar bis zum Tod führen.

 

Footprint & CO2-Emission

Laut Sea Sheperd ist die CO2-Bilanz der Fischereiindustrie stark abhängig von der gefangenen Art, jedoch hinterlassen alle schädlichen Emissionen. Dies resultiert daraus. da fast alle Fischereischiffe mit Diesel fahren.

Um eine Tonne weißen Thunfisch zu fangen, benötigt man 1.612 Liter Diesel, für Shrimps und Hummer sogar fast 3.000 Liter Diesel pro Tonne. Dies erzeugt einen erheblichen Schaden für das globale Klima.

Bring Schwung in deine Veggie-Kombüse

… und das ganz ohne Fisch auf dem Tisch! Wer braucht schon echten Fisch, wenn das auch anders geht? Von veganem Kaviar über pflanzliche Riesengarnelen bis hin zu veganem Thunfisch auf Basis von Soja- und Weizeneiweiß. HVeganz Sea Styles - Vegane Fischalternativeneutzutage kann man wirklich fast jeden Fisch oder so manche Meeresfrucht auf Pflanzenbasis herstellen.

Oder hast du mal wieder Lust auf knusprige Fischstäbchen oder auf ein zartes Fischfilet? Achso, auf deinem Speiseplan stehen nur vegane oder vegetarische Gerichte? Das macht gar nichts, denn dank Veganz musst du darauf jetzt nicht mehr verzichten. Zieh‘ dir unsere leckeren Fischalternativen an Bord. So bekommst du den vollen und gewohnten Geschmack – und das rein pflanzlich! Da werden so einige Seebären schwach!

Die Produktverpackungen unserer Fischalternativen sind ein Benefit on top: So besteht die Hälfte unserer Sleeves, der Folie über den Fischalternativen, aus zu 100% recyceltem Material.
Die andere Hälfte besteht aus 73% recyceltem Material. Das schwarze Tray in dem die Leckerbissen liegen besteht aus 85 % recyceltem PET, was bedeutet, dass zum Beispiel gebrauchte PET-Flaschen wiederverwertet wurden. Außerdem ist der Karton-Sleeve FSC zertifiziert und mit Farben bedruckt, deren Basis nur Wasser ist – also von Mineralöl keine Spur!

Veganz Sea Style Slices

Ahoi! Die leckeren Veganz Sea Style Slices mit feinstem Leinöl entert im Nu dein Herz: Schön zart und unglaublich saftig. Soll’s mal wieder schneller gehen? Kein Problem, denn dieser Leckerbissen ist dein perfekter Rettungsanker in der Not. Einfach in die Pfanne werfen, kurz anbraten – fertig! Lass‘ dir die leckere Fischalternative am besten mit etwas Dill, Zitrone, Salzkartoffeln und unserer Veganz Sandwichcreme schmecken oder werde kreativ und kombiniere sie mit den unseren veganen Saucen und selbstgemachten Bandnudeln. Egal wie – unser Veganz Sea Style Slices musst du definitiv anheuern!

Veganz Sea Style Sticks

Bei dir weckt der Geschmack von Fischstäbchen Kindheitserinnerungen? Bei uns auch! Mit den leckeren Veganz Sea Style Sticks kannst du dir deine Leibspeise von früher ganz easy an Land ziehen, ohne dabei die Angel auszuwerfen. Für deinen kulinarischen Flashback haben wir bestens gesorgt: Innen schön zart und saftig, außen eine super knusprige Panade. Als Extra on top – Ein Hauch Leinöl. Lass sie dir, wie bei Mutti früher, mit einer ordentlichen Portion Spinat und Kartoffelpüree schmecken, typisch Hamburger Hafen – im Brötchen und der Veganz Sandwichcreme oder probiere die Knuspersticks als leckeren Burger. You’ll love it!

Leckere Rezept-Ideen für deine Bordküche

Quellen

https://vebu.de/essen-genuss/pflanzliche-alternativen/fischersatz-vegane-alternativen-zu-fisch/

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1905/umfrage/entwicklung-des-pro-kopf-verbrauchs-an-fisch-in-deutschland/

https://www.wwf.de/themen-projekte/meere-kuesten/fischerei/ueberfischung/

Biorama. Magazin für nachhaltigen Lebensstil. Ausgabe 55 – Juni/Juli 2018. S.17 ff.