Glutenfrei Kochen und Backen – 15 Tipps für eine glutenfreie Küche

Blog, Lifestyle & Food | 28. November 2018

Bloggerin Johanna von glutenfreierezeptweltGlutenfrei Kochen und Backen stellt vor allem Neueinsteiger vor die ein oder andere Herausforderung. Denn glutenfreie Teige sind etwas schwieriger zu verarbeiten, das Gebäck trocknet schneller aus und die Backergebnisse sind immer schwerer und zeitintensiver als herkömmliche Kuchen, Brote und Co.

Zum Glück konnten wir der lieben Johanna ein paar Küchengeheimnisse entlocken, die das glutenfreie Kochen und Backen zum Kinderspiel werden lassen.
Johanna lebt selbst seit 2012 glutenfrei. Auf ihrem Blog, www.glutenfreierezeptwelt.de zeigt sie, wie lecker und oft auch einfach das glutenfreie Backen und Kochen sein kann.

Ihr Ziel ist es, die betroffenen Menschen zum Selbstbacken zu bringen, um so auf die Vielfalt und den Genuss, den auch eine glutenfreie Küche bietet, nicht verzichten zu müssen. Schau doch mal bei ihrem Instagram-Channel glutenfreierezeptwelt vorbei. Dort findest du eine tolle Vielfalt an inspirierenden, glutenfreien Rezepten.

15 Tipps für eine glutenfreie Küche

  1. Halte deinen Haushalt so, dass keine Kontamination mit Gluten stattfinden kann. So sollte zum Beispiel der Toaster nur für glutenfreie Backwaren genutzt werden. Das gilt auch für Bretter und Kochlöffel, denn bereits ab 1/8 Gramm Weizenmehl können bei den Betroffenen Beschwerden auftauchen.
  2. Vorsicht: Da Gluten u.a. stabilisierende und emulgierende Eigenschaften besitzt, wird es oftmals in der Verarbeitung bei Produkten hinzugefügt, die auf den ersten Blick kein Weizen enthalten. Somit können Pommes, Fertigprodukte und Schokolade Gluten enthalten.
  3. Glutenfreie Teige gehen am Besten in einer Plastikschüssel auf.
  4. Glutenfreies Brot bleibt frisch, wenn du es in Scheiben einfrierst und bei Bedarf Scheibenweise im Toaster wieder auftaust.
  5. Ein Glutenklebeersatz wie beispielsweise Flohsamenschalen und Xanthan Gum sollte als Grundzutat immer im Haus sein.
  6. Das Backen mit Fertigmehlmischungen geht schneller und einfacher, jedoch bestehen diese Mischungen meist fast nur aus Stärkemehlen. Bloggerin Johanna von glutenfreierezeptwelt bevorzugt die Mischung aus eigenen Mehlen, wie Buchweizenmehl, Mandelmehl, etwas Reismehl, Hafermehl und Hirsemehl. So wird dein Gebäck gehaltvoller.Hast du eine Grundausstattung von glutenfreien Mehlen und einem Kleberersatz immer im Haus, ist das glutenfreie Backen und Kochen gar nicht schwer und du kannst fast jedes Rezept umwandeln.
  7. Tapiokamehl bzw. Stärke bringt Elastizität und Lockerheit in dein Gepäck und ist wie weißes Reismehl z.B. in einem asiatischen Lebensmittelladen erhältlich.
  8. Maisgrieß ist eine Wunderwaffe. Man kann ihn als Beilage sowie für Lasagne, Pizza, Quiche und zum Panieren verwenden.
  9. Quinoa und Hirse sind ein super Ersatz für Couscous und Bulgur.
  10. Mehl aus Hirse oder Teff (Zwerghirse) ist geeignet für Waffeln und Pfannkuchen.
  11. Glutenfreie Rezepte benötigen generell mehr Flüssigkeit und oft ein Ei-Ersatz mehr als herkömmliche Rezepte.
  12. Frühstücksfans aufgepasst: Einfach gepufftes Amaranth, Trockenfrüchte, Mandeln und Nüsse sowie Reisflakes mischen. Schnwuppdiwupp ist dein eigenes Müsli gezaubert.
  13. Herzhafte, glutenfreie Speisen benötigen oft mehr Salz (z.B. bei Nudeln).
  14. Um Soßen oder Süßspeisen anzudicken, eignen sich am besten Maisstärke, Kartoffelmehl oder Pfeilwurz- und Guarkenmehl. Für die Saucen-Herstellung kannst du zudem unsere glutenfreien Grundsaucen verwenden. Unser Bio-Saucenpulver eignet sich zur Herstellung von dunklen und hellen Saucen wie vegane Bratensoße oder cremige Béchamel-Sauce.
  15. Es gibt natürlich auch glutenfreie und vegane Fleisch- und Milchersatzprodukte. Folgende Alternativen sind glutenfrei: Lupineneiweiß, Tofu, Seidentofu, Tempeh, Sojadrinks Natur, Sojajoghurt-Alternativen Natur. Die ursprünglich aus Asien stammende Sojabohne ist sehr eiweißreich und lässt sich vielfältig verarbeiten. Neben dem sogenannten „Lopino“ (ähnlich dem Tofu aus Soja) gibt es Lupinenmehl, Lupinenmilch und Lupinen-Aufstrich. Vorsicht: Seitan und panierte Fleischersatzprodukte enthalten Gluten.